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Das effizienteste Zementwerk der Welt

Ste. Genevieve, Mai 2011 – Wenn es um den Transport von Klinker vom Kühler zum Klinkersilo geht, werden in vielen Fällen Kurzzellenbänder aus dem Hause AUMUND eingesetzt. Sie sind für ihre Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer sehr bekannt. Es gibt aber Anlagenkonzepte mit nur wenig Platz zwischen Kühler und Silo. In solchen Fällen werden dann Kettenbecherwerke eingesetzt, die mit dem sehr abrasiven und heißen Material fertig werden. Doch nicht immer scheint die notwendige Verschleißfestigkeit gewährleistet zu sein. Immer wieder werden die Spezialisten von AUMUND zur Rate gezogen, um den Stillstand dieser Becherwerke – und mit Ihnen den Stillstand des Ofens – durch geeignete Maßnahmen zu verhindern. Die richtige Wahl des Materials und die richtige Auslegung spielen dabei eine große Rolle, noch wichtiger ist aber wohl die verschleißarme Konstruktion der Kette, wie etwa bei den AUMUND Rundgliederketten.

So geschehen bei einem großen europäischen Zementhersteller. Die Kette eines 54 Meter hohen Klinkerbecherwerks in einer seiner Anlagen riss bereits im ersten Betriebsjahr und musste auch anschließend in relativ kurzen Abständen eingekürzt oder ersetzt werden. Offenbar reichte die Verschleißfestigkeit nicht aus, um gute Standzeiten zu gewährleisten.

Ein zentraler Aspekt ist dabei die Kettenbuchse. Zwar ist sie mit einer gehärteten Schicht von in der Regel 2 Millimetern ausgestattet, doch diese Härtung nimmt nach innen hin ab. Verliert diese gehärtete Schicht an Stärke, entstehen Spielräume zwischen Buchse und Bolzen, die den schleißenden Effekt sogar noch verstärken. Schließlich entsteht eine  Längung der Kette oder sie reißt. Allerdings kann die Konstruktion dazu beitragen, den Zeitraum bis zum Verschließ deutlich zu verlängern. So wurde im konkreten Fall die alte durch eine AUMUND Rundgliederkette ersetzt. Mit Erfolg. Das Becherwerk läuft seit knapp vier Jahren noch immer mit der ersten AUMUND Kette.

Gefragt nach der Bedeutung der Kettenkonstruktion wiegelt Service-Ingenieur Peter Müller jedoch ab: „Die Kette ist wichtig. Keine Frage. Aber letztlich ist es die Kombination aus Kette, Becher und Befestigung, die unsere Anlagen so zuverlässig und langlebig macht. Alle drei Faktoren sind perfekt aufeinander abgestimmt.“

Zwar gibt Müller zu, dass auch schon Ketten aus Rheinberg gerissen sind. „Doch ganz offenbar sind wir da bei weitem nicht so anfällig wie andere.“

 Ein zentraler Aspekt bei der Auslegung solcher Becherwerke, kommt es immer wieder zu um mit den begrenzten Steigungswinkeln der Kurzzellenbänder zu arbeiten.